Die ständige Unverträglichkeit des Glutens wird durch die Coeliacuskrankheit hervorgerufen. Es handelt sich um eine chronische Darmerkrankung, die zu den häufigsten Beschwerden auf der Welt gehört. Sie ruft eine Atrophie der Darmhärchen hervor, die zu einer schlechten Aufnahme der Nährstoffe (Proteine, Fette, Kohlenhydrate, Mineralien und Vitamine) führt.
Das Gluten ist ein Protein, das hauptsächlich in Weizen, Gerste, Roggen, Hafer und einigen anderen Getreidearten vorhanden ist.
Die Coeliacuskrankheit betrifft 1 von 150 der lebend geborenen Menschen. Sie trifft hauptsächlich genetisch dazu veranlagte Personen.
Diese genetische Ursache ist dafür verantwortlich, dass in einer Familie mehr als ein Patient mit Coeliacusbeschwerden auftreten kann. Die Krankheit kann sowohl Erwachsene als auch Kinder treffen.
Einige der häufigen Symptome sind folgende: Appetit- und Gewichtsverlust, chronischer Durchfall, Spannung im Unterleib, Veränderung des Charakters und Wachstumsverzögerung bei Kindern. Es können jedoch sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen untypische Symptome oder sogar keine Symptome auftreten, was die Diagnose sehr erschwert. Die Diagnose wird über eine Darmbiopsie erstellt. Das Gluten sollte niemals aus der Diät einer Person ohne vorherige Darmbiopsie gestrichen werden, die diese Entscheidung rechtfertigt. Die Behandlung erfolgt über eine lebenslange strikt glutenfreie Diät. .
Der Coeliacuskranke muss eine Diät auf der Grundlage natürlicher Lebensmittel einhalten: Gemüse, Fleisch, Fisch, Eier, Früchte, Salate und glutenfreie Getreidearten: Reis und Mais.
Der Verzehr kleiner Glutenmengen über einen längeren Zeitraum hinweg kann bereits grosse und unerwünschte Beschwerden hervorrufen.
Eine Verzögerung in der Erstellung einer Diagnose und/oder das Fehlen einer angemessenen Behandlung können zu Nebenerscheinungen wie: Mangelernährung, psychischen Depressionen, Unfruchtbarkeit bei Männern und Frauen, Fehlgeburten und zu einem erhöhten Risiko bezüglich bestimmter Krebsarten führen. Die Coeliacuskrankheit kann mit anderen chronischen Krankheiten wie Diabetes, Epilepsie, herpesartige Dermatitis in Zusammenhang gebracht werden.
